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Dr.
phil. Corinna Leschber |
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Interessen im Bereich der Sprachwissenschaft |
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| Aktuell
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| etymology,
etymologie |
Allgemein beeidigte Dolmetscherin und Übersetzerin für Russisch, Rumänisch und Bulgarisch • für die Berliner Gerichte und Notare • Sprachmittlerin für Serbisch, Makedonisch, Moldavisch und Italienisch | ||
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Etymologie (lat. etymologia, it. etimologia,
engl. etymology, frz. étymologie, russ. etimologija, bg. etimologija)
ist nach dem Linguistischen Wörterbuch von Theodor Lewandowski die Untersuchung
der Herkunft und Entwicklung der Wörter, die Erforschung ihres Ursprungs
und ihrer Grundbedeutung im Hinblick auf ihre Motivation. Nach Saussure verfolgt
die Etymologie (engl. etymology) die Vorgeschichte
der Wörter, bis sie auf etwas stößt, was zu ihrer Erklärung
dient; sie verfolgt die Geschichte von Wortfamilien ebenso wie die von Bildungselementen
(Präfixe, Suffixe usw.). Nach Seebold haben die systematischen Bildungselemente
keine <Geschichte>, wohl aber Wörter als relativ kontextfreie lexikalisierte
Einheiten, die zum Wortschatz der Sprache gehören; bei ihnen kann man
von Überlieferung sprechen. Herkunft und der Geschichte der Wörter
lassen sich zwar theoretisch unterscheiden, praktisch aber nicht voneinander
trennen, so dass Wortentstehung und Wortgeschichte als zwei Teilbereiche der
Etymologie (engl. etymology)
betrachtet werden müssen.
Die Aufgabe der Etymologie besteht in der Beschreibung der
Wortbildungsgeschichte und in der Aufhellung der individuellen Geschichte
einzelner Wörter, die sich oft als sehr kompliziert erweist. Methodisch
müssen sowohl die historische Laut- und Formenlehre als auch der jeweilige
synchrone Sprachzustand, der soziokulturelle Hintergrund und der relevante
Sachbezug sowie die Ursächlichkeit von Veränderungen berücksichtigt
werden, damit Hypothesen mit befriedigendem Wahrscheinlichkeitsgehalt formuliert
werden können. Die Aufmerksamkeit der neueren Forschung gilt der semantischen
Seite (Benennungsmotive) und den Gebrauchsbedingungen, den Bildungsmechanismen,
der Lexikalisierung und der weiteren Entwicklung auch im Hinblick auf formale
Merkmale.
Für die wissenschaftliche Etymologie (nach A. F. Pott,
1833) war das Erkennen der historischen Dimension in der Wortbildung (cf.
Bedeutungswandel) sowie die Entdeckung von Lautgesetzen im Rahmen der historisch-vergleichenden
Sprachwissenschaft grundlegend. Erst danach wurde es möglich, das in
Misskredit geratene spekulative Etymologisieren zurückzudrängen
(cf. Volksetymologie). Pott hat auch gesehen, dass es nicht darum gehen kann,
Urformen mit Urbedeutungen aufzufinden. In der neueren etymologischen Forschung
werden soziologische und kulturhistorische Kriterien neben semantisch-lexikalischen
und komparatistischen berücksichtigt.
Zum Weiterlesen:
Malkiel, Y. (1954/55): Etymology and historical grammar. Romance philology
8.
Pisani, V. (1975): Die Etymologie. Geschichte, Fragen, Methode.
Pott, A. F. (1833-36): Etymologische Forschungen auf dem Gebiet der idg. Sprachen.
Schmitt, R. (Hg.) (1977): Etymologie.
Seebold, E. (1981): Etymologie. Eine Einführung am Beispiel der deutschen
Sprache.
Seebold, E. (1983): Etymologie, Begriffs- und Funktionsbestimmung. ZGL 11.
Trubacev, O. N. (1965): Etimologija. Principy rekonstrukcii i metodika issledovanija.
[aus Th. Lewandowski (1994): Linguistisches Wörterbuch 1. UTB für Wissenschaft, 6. Aufl.]